Spielbare 105-mm-Haubitzen
| Fraktion | Geschütz | Hinweis |
|---|---|---|
| Deutschland | leFH 18/40 10,5 cm | Achsen-Haubitze mit großer Reichweite |
| USA | M2A1 105 mm | Alliierte Variante |
| Großbritannien | M2A1 105 mm | Alliierte Variante |
| Frankreich | M2A1 105 mm | Alliierte Variante |
Dieses Kapitel erklärt die Bedienung der gezogenen 105-mm-Haubitzen in WWII Online mit Schwerpunkt auf der deutschen leFH 18/40 10,5 cm. Es behandelt Feuerstellung, Gun HUD, Crewpositionen, Einschießen, Forward Observer, Munition, Höhenunterschiede, Feuerkorrektur und Batteriebeschuss.
Die 105-mm-Haubitze ist kein Frontliniengeschütz. Sie wirkt am stärksten aus einer vorbereiteten, gedeckten Stellung im Hinterland. Ihre Wirkung entsteht durch Reichweite (10,675km), Markierungen, sauberes Ausrichten, Pitch/Roll-Kontrolle und die Zusammenarbeit mit einem Forward Observer.
| Fraktion | Geschütz | Hinweis |
|---|---|---|
| Deutschland | leFH 18/40 10,5 cm | Achsen-Haubitze mit großer Reichweite |
| USA | M2A1 105 mm | Alliierte Variante |
| Großbritannien | M2A1 105 mm | Alliierte Variante |
| Frankreich | M2A1 105 mm | Alliierte Variante |
| Typ | Fire Support |
|---|---|
| Bewaffnung | 105-mm-Granate |
| Mündungsgeschwindigkeit | 470 m/s |
| Maximale Reichweite | 10,675km |
| Crew | 3 Positionen |
| Zugklasse | Schwer |
Die 105-mm-Haubitze ist ein indirektes Unterstützungswerkzeug. Sie beschießt Zielräume, Straßen, Kreuzungen, Forward Bases, Depotbereiche, Spawnnähe und Sammelräume. Der Schütze sieht das Ziel meist nicht direkt, sondern arbeitet mit Markierungen und Rückmeldungen eines Beobachters.
| Position | Rolle | Aufgabe |
|---|---|---|
| 1 | Fahrer | Geschütz bewegen, kurze Positionswechsel, Fernglas nutzen, Azimut/Entfernung über G-Taste prüfen. |
| 2 | Richtschütze | Gun Barrel ausrichten, Azimut und Range einstellen, Munition wählen, Feuer auslösen. |
| 3 | Kommandant / Leveling | Pitch und Roll kontrollieren und auf 0.0° bringen. Das ist entscheidend für präzises Feuer. |
| Taste | Funktion |
|---|---|
| M | Karte öffnen |
| Z | Deploy / Undeploy |
| G | Azimut und Entfernung prüfen |
| 0 NumPad | Gunsight / offene Visierung |
| Backspace | Munition wechseln |
| 1–3 | Crewposition wechseln |
Für Artillerie sollte die Richtsteuerung fein bedienbar sein. In der offiziellen Anleitung wird empfohlen, im Keymapper die Kategorie AT & AAA Guns zu öffnen und die Richtbewegungen zusätzlich auf Pfeiltasten zu legen.
| Funktion | Linke Richtung | Rechte Richtung |
|---|---|---|
| Traverse / Seitenrichtung | Pfeil links | Pfeil rechts |
| Elevation / Höhenrichtung | Pfeil runter | Pfeil hoch |
Eine Maus mit niedriger DPI oder ein fein eingestellter Joystick kann ebenfalls helfen. Wichtig ist nicht Geschwindigkeit, sondern kontrollierte Millimeterarbeit beim Richten.
Die Haubitze sollte möglichst aus einer rückwärtigen, nicht direkt bedrohten Stadt wirken.
Setze einen Kontaktmarker grob in den Zielraum. Liegt das Ziel außerhalb der Reichweite, muss eine andere Feuerstellung gewählt werden.
Die Mission sollte aus der Feuerstadt starten. Für PPO-Bau und Munitionsversorgung ist die richtige Missionsanlage wichtig.
Suche offenes, flaches und möglichst baumfreies Gelände. Alternativ kann ein Engineer ein Artillery Pit PPO bauen.
Die 105 wird geschoben oder mit geeignetem Zugfahrzeug zur Feuerstellung gebracht.
Für den eigentlichen Beschuss sollte die Zielstadt als Mission Target gesetzt werden, damit relevante Kontaktmarker sichtbar sind.
Das Gun HUD ist der Feuerleitrechner der Haubitze. Es zeigt die Daten zum Fahrzeug, zum Geschützrohr und zum aktiven Ziel. Der Schütze muss diese Werte sauber vergleichen und angleichen.
| HUD-Zeile | Position | Bedeutung |
|---|---|---|
| Vehicle | Position 3 | Fahrzeug-Azimut, Pitch und Roll. Nicht genullter Pitch/Roll verfälscht die Feuerlösung deutlich. |
| Gun Barrel | Position 2 | Rohr-Azimut in Grad und Mils, Winkel und geschätzte Reichweite. |
| Active Target | Position 2 | Aktiver Zielmarker mit Azimut und Entfernung in Metern. |
Die Haubitze nutzt aktive Waypoints oder Kontaktmeldungen. Sobald ein Marker aktiv ist, aktualisiert das Gun HUD die Feuerdaten.
Nutze Attack Points zunächst zum Einschießen. Sobald das Geschütz registriert ist, lege Bombard Points auf die eigentlichen Zielräume. So kann der Schütze schnell zwischen bekannten Zielen wechseln.
Position 1 nutzen und die Haubitze in den vorbereiteten Feuerraum bringen.
Das Geschütz möglichst in Richtung des Zielazimuts stellen.
Mit Z die Erdsporne setzen und die Feuerstellung einnehmen.
In Position 3 Pitch und Roll auf 0.0° bringen.
In Position 2 den Rohr-Azimut in Mils auf den Active-Target-Azimut bringen.
Die Range des Gun Barrel an die Distance des Active Target angleichen.
HE oder Smoke entsprechend der Feueraufgabe auswählen.
Pitch/Roll, Azimut und Range erneut prüfen.
Einzelschuss abgeben und auf Beobachtung warten.
Rückstoß verändert die Stellung. Gun Barrel, Pitch und Roll erneut kontrollieren.
Nach jedem Schuss springt das Geschütz leicht. Dadurch können sich Azimut, Pitch und Roll verändern. Wer danach einfach weiterfeuert, vergrößert den Fehler mit jedem Schuss. Auch ein guter Forward Observer kann unpräzises Nachrichten des Geschützes nicht vollständig ausgleichen.
Die Haubitze arbeitet präziser, wenn das Fahrzeug selbst möglichst zur Schussrichtung ausgerichtet ist. Steht das Geschütz stark schräg, etwa mit 45° zur eigentlichen Feuerachse, muss nach jedem Schuss deutlich mehr Pitch und Roll korrigiert werden.
Geschütz quer zur Feuerachse, starke seitliche Auslenkung, hoher Korrekturaufwand nach jedem Schuss.
Vehicle-Azimut nahe am Gun-Barrel-Azimut. Dadurch bleibt das Geschütz nach dem Schuss stabiler.
Vertical Interval bedeutet Höhenunterschied zwischen Feuerstellung und Ziel. Dieser Unterschied beeinflusst die tatsächliche Einschlagweite. Die HUD-Distanz allein reicht deshalb nicht immer aus.
| Lage | Wirkung | Korrekturgedanke |
|---|---|---|
| Bergauf | Das Gelände schneidet die Flugbahn früher. Der Schuss wirkt eher kurz. | Range erhöhen, wenn der FO „short“ meldet. |
| Bergab | Die Granate fliegt länger entlang der Flugbahn. Der Schuss wirkt eher lang. | Range verringern, wenn der FO „long“ meldet. |
HE ist die Standardmunition zur Wirkung im Zielraum. Sie wirkt über Explosion und Splitter, aber nicht wie eine übertriebene Hollywood-Explosion. Gelände, Deckung, liegende Infanterie und Hindernisse reduzieren die Wirkung.
Rauch deckt Bewegungen, unterbricht Sichtlinien und kann Angriffe oder Rückzüge ermöglichen. Die deutsche 105-mm-Haubitze verwendet Lavendelrauch.
Antiarmor-Munition wie AP oder HEAT ist laut Anleitung derzeit nicht modelliert. Die Haubitze sollte daher nicht als Panzerjäger geplant werden.
| Nation | Rauchfarbe |
|---|---|
| Deutschland | Lavendel |
| USA | Violett |
| Großbritannien | Weiß |
| Frankreich | Weiß |
Direktfeuer ist nur eine Notlösung auf kurze Distanz. Die offene Visierung wird über die 0-Taste auf dem NumPad geöffnet. Es gibt keinen echten Zielpunkt; die Anleitung beschreibt den linken Rand des vierten Textkanals als grobe Orientierung.
| Zielentfernung | Deutsche 105-mm-Haubitze: grober Winkel |
|---|---|
| 50 m | -1.0° |
| 75 m | -0.6° |
| 100 m | -0.2° |
Diese Werte sind nur grobe Annäherungen. Für echten Gefechtseinsatz bleibt indirektes Feuer die Hauptaufgabe.
Der Forward Observer ist der wichtigste Partner der Haubitze. Er beobachtet Einschläge, setzt oder bestätigt Marker, meldet Korrekturen und sorgt dafür, dass die Granaten im richtigen Zielraum landen.
Beim Registrieren wird nicht sofort auf das Hauptziel geschossen. Zuerst wird ein gut beobachtbarer Zielraum gewählt, damit Höhenunterschied, Reichweite und Seitenabweichung verstanden werden.
FO sucht eine flache, sichtbare Stelle nahe am eigentlichen Ziel.
Der Marker muss für die Gun sichtbar und aktivierbar sein.
Nur ein Geschütz feuert.
FO meldet Abweichung in Reichweite und Seite.
Gun passt Range und Mils an.
Wenn die Schüsse innerhalb von ungefähr 100 m zum Registrierpunkt liegen, gilt die Gun als registriert.
Bracketing bedeutet, das Ziel einzuklammern. Statt kleine Korrekturen zu verschwenden, wird bewusst über und unter das Ziel geschossen, bis die Mitte gefunden ist.
Mutige Korrekturen sparen Zeit und Munition. Zu vorsichtige Korrekturen lassen das Überraschungsmoment verloren gehen.
Seitenabweichungen werden am besten in Metern beobachtet und in Mils am Geschütz umgesetzt. Die offizielle Anleitung enthält dafür Tabellen. Für den praktischen Einsatz genügt zunächst diese Vereinfachung bei etwa 9.000 m Zielentfernung:
| Seitlicher Fehler | Korrektur bei ca. 9.000 m |
|---|---|
| 50 m links/rechts | ca. 6 Mils |
| 100 m links/rechts | ca. 11–12 Mils |
| 250 m links/rechts | ca. 28 Mils |
| 500 m links/rechts | ca. 56 Mils |
Bei Batterien empfiehlt es sich, auf gerade Werte aufzurunden, damit mehrere Geschütze leichter koordiniert werden können.
Eine Batterie besteht aus mehreren 105-mm-Haubitzen. Ziel ist nicht ein einzelner Punkt, sondern ein Zielkasten. Die Anleitung empfiehlt einen Abstand von etwa 25 m zwischen den Geschützen, damit Resupply, Towing, Dispersion und Sprachkommunikation besser funktionieren.
Nur ein Geschütz schießt zuerst ein. Diese Gun bestimmt die korrekten Werte für Zielhöhe und Grundrichtung.
Alle anderen Geschütze übernehmen die registrierten Werte und verteilen ihr Feuer seitlich und in der Tiefe.
Mehrere Geschütze füllen einen Zielkasten mit Wirkung. Beispiel: 100 m Breite und 100 m Tiefe.
Beispielhafte Werte nach Anleitung: Zielentfernung etwa 8.900 m, Registry Gun bei 6.400 Mils, 100 m Zielbreite entsprechen bei 9.000 m ungefähr 11–12 Mils.
| Geschütz | Beispiel-Mils | Aufgabe |
|---|---|---|
| Gun 1 | 6394–6396 | linker Bereich |
| Gun 2 | 6397–6399 | links Mitte |
| Gun 3 | 6400–0002 | rechts Mitte / Registry |
| Gun 4 | 0003–0005 | rechter Bereich |
Zusätzlich können die Geschütze leicht unterschiedliche Reichweiten zwischen etwa 8.850 m und 9.050 m verwenden,
um nicht nur eine Linie, sondern einen Zielkasten zu decken.
| Wert | Praxiswert aus der Anleitung |
|---|---|
| Flugzeit | ungefähr 30 Sekunden bis zum Einschlag |
| Nachladezeit | ungefähr 10 Sekunden zwischen den Schüssen |
Deshalb muss der FO geduldig beobachten. Wer zu früh korrigiert, korrigiert möglicherweise noch vor dem Einschlag des letzten Schusses.